20. Juli 2026, Nürnberg – Nach dem Sturmereignis von vergangener Woche hat der Forstbetrieb Nürnberg der Bayerischen Staatsforsten eine erste Bestandsaufnahme der Schäden im Nürnberger Reichswald vorgenommen. Dabei zeigt sich ein regional sehr unterschiedliches Schadensbild.
Besonders betroffen sind nach derzeitigem Kenntnisstand einzelne Revierbereiche im Sebalder Reichswald. Dort kommt es stellenweise immer noch zu Behinderungen auf Waldwegen und Forststraßen wegen umgestürzten oder beschädigten Bäumen.
Fest steht auch bereits, dass das bei Besuchern beliebte Damwildgehe bei Nürnberg-Neunhof in der Sturmnacht massiv beschädigt wurde und Teile des Gehegebestandes ausgebrochen sind. Der unmittelbare Versuch des Forstbetriebs, die Tiere wieder in das provisorisch reparierte Gehege zu locken, waren leider nicht erfolgreich. Die rund 15 Stück Damwild halten ich zwischenzeitlich nicht mehr im direkten Umfeld des Geheges auf.
In den südlichen Teilen des Nürnberger Reichswaldes fielen die Auswirkungen des Sturms dagegen deutlich geringer aus.
In den betroffenen Bereichen besteht weiterhin ein erhöhtes Risiko durch beschädigte Bäume sowie abgebrochene Äste und Kronenteile, die sich noch in den Baumkronen befinden und herabfallen können. Waldbesucherinnen und Waldbesucher werden deshalb gebeten, insbesondere in sturmgeschädigten Bereichen aufmerksam zu sein und auf örtliche Sperrungen sowie Hinweise zu achten.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forstbetriebs Nürnberg erfassen derzeit die Schäden und räumen betroffene Wege und Forststraßen schrittweise frei. Bis zum Abschluss der Arbeiten kann es lokal zu Einschränkungen kommen. Der Forstbetrieb Nürnberg bittet die Bevölkerung um Verständnis und Rücksichtnahme. Über mögliche Sperrungen sowie den Fortgang der Aufräumarbeiten werden wir weiter informieren.
Im Damwildgehege bei Nürnberg-Neunhof kam es zu massiven Schäden, rund 15 Stück sind entwichen.
Foto: Sebastian Linstädt, BaySF
Die Aufarbeitung der Sturmschäden geschieht auch im Damwildgehege teilweise maschinell. Foto: Sebastian Linstädt, BaySF
Auch einige massive Eichen sind bei dem Sturm im Damwildgehege umgestürzt, der stabile Zaun wurde durch das Gewicht beschädigt. Foto: Sebastian Linstädt, BaySF