12. März 2026, Sonthofen/Eschach – Mit den ersten milden Frühjahrsnächten setzt im Revier Kürnach‑Süd erneut die alljährliche Wanderung von Grasfröschen, Erdkröten und Molchen zu den Goldachweihern ein. Die Laichgebiete gehören zu den bedeutendsten im Gebiet und sind für die Bestände der Amphibien unverzichtbar. Gleichzeitig stellt die Wanderzeit eine gefährliche Phase dar, da die Tiere auf ihrem Weg stark durch Verkehr und Störungen gefährdet sind.


Um die Populationen nachhaltig zu schützen, sperrt der Forstbetrieb Sonthofen auch in diesem Jahr ausgewählte Abschnitte von Forstwegen rund um die Goldachweiher. Besonders betroffen sind Wege, die bei feuchter Witterung nicht nur nachts, sondern auch tagsüber stark von wandernden Amphibien frequentiert werden.


Revierleiter Simon Lipp betont die Bedeutung der Maßnahme: „Die Froschwanderung ist ein eindrucksvolles Naturschauspiel. Holzlaster und PKW können den Fröschen und Kröten auf dem Forstweg nicht ausweichen. Deshalb die vorübergehende Vollsperrung. Nach ein paar Tagen kann der Weg wieder freigegeben werden – mit den Wegsperrungen leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz.“


Die Bayerischen Staatsforsten bitten Waldbesucherinnen und Waldbesucher um Verständnis und Unterstützung, damit die bedrohten Amphibien eine sichere Wanderung zu ihren Laichgewässern antreten können.

Froschpaar am Forstweg

Ein Froschpaar bei der Überquerung der Forststraße (Foto: Simon Lipp/ BaySF)