Bayerische Staatsforsten warnen eindringlich vor extremer Waldbrandgefahr
Waldbrand am Thumsee im Jahr 2013
Berchtesgadener Land und Chiemgau – Da die angekündigten Gewitter Niederschläge ausgeblieben sind, warnt der Forstbetrieb Berchtesgaden der Bayerischen Staatsforsten eindringlich vor einer sehr hohen Waldbrandgefahr in den Wäldern der Region.
Besonders kritisch ist der Zustand der bodennahen Schichten im Wald: Durch die geringen Niederschläge der vergangenen Wochen sind Laub, Nadeln, Gras und Humus sehr trocken. Schon ein kleiner Funke kann ausreichen, um einen Brand auszulösen. Meist entstehen solche Brände durch menschliche Unachtsamkeit – etwa durch weggeworfene Zigaretten, offenes Feuer oder heißen Katalysatoren von Fahrzeugen.
„Wir erleben erneut eine ausgeprägte Hitzewelle. Die letzten Niederschläge liegen so weit zurück, dass der Oberboden und die Krautschicht in großen Teilen stark ausgetrocknet sind“, sagt Forstbetriebsleiter Daniel Müller. „Lange Hitzeperioden mit ausgeprägten Trockenphasen beobachten wir inzwischen regelmäßig. Sie entsprechen den Prognosen der Klimaforscher und sind eine klare Folge des Klimawandels, die uns zunehmend vor Herausforderungen stellt.“
Der Forstbetrieb Berchtesgaden appelliert daher eindringlich an alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher, besonders umsichtig zu sein. Das ganzjährig geltende Feuerverbot im Wald und in dessen unmittelbarer Nähe ist strikt einzuhalten. Offenes Feuer, Grillen oder das Rauchen im Wald sind verboten. Fahrzeuge dürfen nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden, da heiße Fahrzeugteile trockenes Gras entzünden können.
Sollte dennoch Rauch oder Feuer im Wald bemerkt werden, ist umgehend der Notruf 112 zu wählen. Schnelles Handeln kann im Ernstfall entscheidend sein, um größeren Schaden abzuwenden.
Der Forstbetrieb Berchtesgaden beobachtet die Lage weiterhin aufmerksam und bittet alle Waldbesucher um erhöhte Vorsicht und Rücksichtnahme. Erst wenn tatsächlich ergiebige Niederschläge die Wälder erreicht haben, kann von einer Entspannung der Waldbrandgefahr ausgegangen werden.