Pressemitteilung des Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

07. Mai 2026, Ruhpolding – Seit mehreren Tagen wütet im oberbayerischen Landkreis Traunstein ein Waldbrand im unwegsamen Gelände am Gipfel des Saurüsselkopfs. Der Brand war am Sonntagabend ausgebrochen und hatte sich rasch ausgedehnt. Am Montagvormittag rief Landrat Andreas Danzer den Katastrophenfall aus. Inzwischen sind rund 140 Hektar Staatswald betroffen, der in diesem Bereich als Schutzwald dient. Für die Bevölkerung sowie für die Trinkwasserversorgung besteht nach aktueller Einschätzung keine Gefahr.

Bayerns Wirtschaftsminister und Aufsichtsratsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten, Hubert Aiwanger, verschaffte sich vor Ort ein Bild der Lage. „Ein Waldbrand ist immer eine Katastrophe – besonders dann, wenn es um Schutzwald für Trinkwasser und Lawinenschutz geht“, betonte er. Positiv sei, dass die Situation mittlerweile unter Kontrolle sei und hoffentlich bald einsetzender Regen dazu beitrage, verbleibende Glutnester vollständig zu löschen. Gleichzeitig dankte er allen Einsatzkräften und Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz.

Die betroffenen Waldbestände bestehen überwiegend aus Kiefer, gemischt mit Fichte, Lärche, Buche, Bergahorn und Tanne. Wie viele Bäume dauerhaft geschädigt sind, wird sich erst nach Abschluss der Löscharbeiten – teils erst im Verlauf des kommenden Jahres – zuverlässig abschätzen lassen. In steilem, felsdurchsetztem Gelände können zudem Glutnester im Boden längere Zeit weiter schwelen.

Für die kommenden Monate setzt der Forstbetrieb Ruhpolding auf eine sorgfältige Analyse. „Wir müssen jetzt prüfen, ob sich der Wald selbst regeneriert oder ob wir durch gezielte Pflanzungen nachhelfen müssen“, erklärte Aiwanger. Wiederbewaldung im Steilhang sei aufwendig und kostenintensiv, sofern die Natur diese Aufgabe nicht eigenständig übernehme. Ziel aller weiteren Maßnahmen sei ein stabiler Schutzwald, der seine wichtigen Funktionen langfristig wieder erfüllen kann.

Helfer vom Waldbrand Ruhpolding

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger dankt den Einsatzkräften für ihre Arbeit bei der Bekämpfung des Waldbrands in Ruhpolding. Foto: StMWi