Die Müllsammel-Gruppe ausgestattet mit Müllsäcken und Warnwesten im Wald

Freiwillige beim Ramadama im Ebersberger Forst sammeln Müll entlang beliebter Wege – gemeinsamer Einsatz für saubere Wälder und mehr Umweltbewusstsein. Foto: Friederike Roth / Bayerische Staatsforsten

14. März 2026, Ebersberg – Bei strahlendem Sonnenschein beteiligten sich über 100 Freiwillige an der großen Ramadama-Aktion im Ebersberger Forst. Gemeinsam sammelten sie entlang von Straßen, Parkplätzen und beliebten Waldrouten insgesamt über 980 Kilogramm Müll ein – ein starkes Zeichen für Natur- und Umweltbewusstsein.

 

„Beim Ramadama wird die starke Verbundenheit der Menschen mit dem Ebersberger Forst deutlich“, freut sich Joachim Keßler, Leiter des Forstbetriebs Wasserburg. Gleichzeitig wünsche er sich, dass solche Aktionen eines Tages nicht mehr nötig wären.

 

Zum gemeinsamen Aufruf hatten der Forstbetrieb Wasserburg der Bayerischen Staatsforsten, der Bund Naturschutz Ebersberg (BN), der Landesbund für Vogelschutz (LBV), die Schutzgemeinschaft Ebersberger Forst sowie mehrere Pfadfindergruppen eingeladen. Viele Teilnehmende betonten, wie wichtig ihnen ein sauberer Wald sei: „Jede und jeder kann ohne Verpflichtung mit anpacken und den Wald ein Stück lebenswerter machen“, sagt Benedikt Sommer, Kreisvorsitzender des LBV.

 

Ausgestattet mit Greifern, Müllsäcken und Warnwesten der Abfallwirtschaft AVIVE KU sammelten die Helferinnen und Helfer alles ein, was nicht in den Wald gehört – von kleinen Abfällen wie Zigarettenstummeln bis zu größeren Fundstücken wie Bürostühlen und Schrankwänden. Die Berge an Müll zeigten erneut, wie wichtig solche Aktionen sind. „Wer den Ebersberger Forst liebt, geht respektvoll mit dem Lebensraum unserer Tiere und Pflanzen um“, mahnt Kerstin Mertens, Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Ebersberger Forst.

 

Zum Abschluss lud der Forstbetrieb alle Teilnehmenden zu einer Grillbrotzeit ein, unterstützt durch Getränkespenden der Brauerei Schweiger und Semmeln der Schutzgemeinschaft. Für die jüngeren Helfer gab es zusätzlich kleine Überraschungstüten. Besonders engagiert beteiligten sich die örtlichen Pfadfinderstämme, die das Ramadama aktiv als Chance wahrnahmen, jungen Menschen Naturverbundenheit zu vermitteln.

 

„Es macht Spaß, wenn Jung und Alt gemeinsam die Natur von Unrat befreien“, fasst Sepp Biesenberger vom Bund Naturschutz zusammen. „Solche Aktionen stärken das Umweltbewusstsein und werten den Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten deutlich auf.“

 

Der Forstbetrieb Wasserburg bedankt sich herzlich bei allen Freiwilligen, die mit großem Einsatz dazu beigetragen haben, den Ebersberger Forst wieder ein Stück sauberer und lebenswerter zu machen.