Hütte in den Bayerischen Staatsforsten, Betrieb St. Martin

Welch' Glanz AUF unserer Hütte: Die Dachsanierung verbindet Tradition mit Zukunft!

19. Juni 2026, St. Martin bei Lofer – Die traditionsreiche Mösererstube in den Unkener Saalforsten erstrahlt in neuem Glanz. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten ist das historische Dach der Hütte erfolgreich erneuert worden. Damit bleibt ein wichtiges Kulturgut der Region für Wanderer, Naturfreunde und die Nachwelt erhalten.

 

Die Mösererstube ist seit Jahrzehnten Winters wie Sommers ein beliebter Rastplatz für Erholungssuchende in der Region östlich der Winkelmoosalm auf Salzburger Seite in der Gemeinde Unken. In den vergangenen Jahren hatten jedoch Witterung und Zeit dem Schindeldach stark zugesetzt. Um die historische Bausubstanz vor Feuchtigkeit und weiteren Schäden zu schützen, wurde eine fachgerechte Dachsanierung unumgänglich. 


Die Arbeiten erforderten viel Fingerspitzengefühl und handwerkliches Können, da das Gebäude aus dem 19. Jahrhundert in historischer Bauweise in Holzblockbauweise mit Schindeleindeckung errichtet wurde. Unter der Leitung von Revierleiter Stefan Spreng und der örtlichen Holzbaufirma Herbst wurden in den vergangenen Tagen die alten, maroden Holzschindeln abgetragen und durch ein witterungsbeständiges Kaltdach mit Schindelaufdeckung ersetzt. Dabei wurde streng darauf geachtet, den ursprünglichen Charakter des historischen Bauwerks zu bewahren. Für die 400 qm Dachfläche wurden 35 Kubikmeter Lärchenholz aus den Saalforstwäldern eingeschnitten. Die Mösererstube ist die größte historisch erhaltene Hütte der Saalforste aus den Winterschlittenzugzeiten. Bis in die 1960er Jahre diente sie als zentraler Stützpunkt für Holzknechte, Fuhrleute und Pferdeunterstand um geschlägertes Holz im Winter zum 15 Kilometer entfernten Talort Unken zu transportieren. Heute ist sie Anlaufpunkt für zahlreiche Erholungssuchende aus dem Heutal oder von der Winkelmoosalm. Sie ist Stützpunkt für Jäger im Saalforst und Anlaufpunkt zahlreicher Exkursionen in den Unkener Wäldern.

Revierleiter Spreng sagt dazu: „Ein neues Dach ist für so ein historisches Gebäude immer ein Meilenstein. Wir sind froh und stolz, dass wir diesen wichtigen Schritt zum Erhalt unserer Hütte erfolgreich abschließen konnten. Unser besonderer Dank gilt den beteiligten eigenen Forstwirten und Handwerkern.“ 


Dank der rechtzeitigen Fertigstellung pünktlich zum Start der Sommerwandersaison können Besucher die Hütte nun wieder uneingeschränkt als Ausflugsziel mit Brotzeitbank vor der Hütte nutzen. Die Sanierungsmaßnahme stellt sicher, dass die Mösererstube auch in den kommenden Jahrzehnten ein sicherer und einladender Ort bleibt.

Die erfolgreiche Umsetzung des Projekts wurde durch die Bayerischen Staatsforsten finanziert.