7. Juli 2026, Reichenberg – Der Guttenberger Forst soll als Naherholungsgebiet für Familien, Schulklassen und Naturbegeisterte umfassend weiterentwickelt werden. Gemeinsam mit der Stadt Würzburg, dem Landkreis Würzburg und weiteren Partnern unterstützen die Bayerischen Staatsforsten die Planungen für eine naturnahe Erlebniswelt, die Umweltbildung, Erholung und Naturerleben miteinander verbindet.

 

Das vorgestellte Konzept sieht die Entwicklung einer erlebnispädagogischen Wald-, Wiesen- und Wasserwelt vor. Entlang eines Bachlaufs sollen Kinder und Familien die Natur mit allen Sinnen erleben können. Geplant sind unter anderem naturnahe Spielbereiche, Wasserstationen, Baumhäuser in Form von Nestern sowie Rutschen und Erlebnisangebote, die verschiedene Ebenen des Waldes vom Waldboden bis in die Baumkronen erlebbar machen.

 

Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist zudem die Umweltbildung. Künftig sollen Schulklassen den Guttenberger Forst als außerschulischen Lernort nutzen können. Ein sogenanntes „grünes Klassenzimmer“ soll den bestehenden Walderlebnispfad ergänzen und Kindern sowie Jugendlichen die Möglichkeit bieten, Natur- und Waldthemen direkt vor Ort kennenzulernen.

 

Auch die Erreichbarkeit und Sicherheit des Gebietes sollen verbessert werden. Vorgesehen sind barrierearme Wege sowie sichere Zugänge vom Parkplatz zum Gelände. Darüber hinaus soll insbesondere die Überquerung der Straße im Bereich des Naherholungsgebietes deutlich sicherer gestaltet werden.

 

„Derzeit ist der bestehende Spielplatz kaum vernünftig zu erreichen“, erklärt Christoph Riegert, Leiter des Forstbetriebs Arnstein. Ein früherer Zugang steht nicht mehr zur Verfügung, weshalb aktuell vielfach Trampelpfade genutzt werden. Kurzfristig soll deshalb bereits ein vorhandener Weg verbessert werden.

 

Mit einem geplanten Investitionsvolumen von rund 1,3 Millionen Euro soll ein attraktiver Naturerlebnisraum entstehen, der die hohe Bedeutung des Guttenberger Forsts als Erholungsgebiet für die Region weiter stärkt. Die Finanzierung soll durch verschiedene Partner sowie mögliche Fördermittel erfolgen.

 

Der Forstbetrieb Arnstein begrüßt die Pläne ausdrücklich. Sie bieten die Chance, den Wald als Lern-, Erlebnis- und Erholungsraum nachhaltig aufzuwerten und gleichzeitig das Bewusstsein für die Bedeutung von Wald und Natur bei künftigen Generationen zu stärken.

Sollten die Finanzierungs- und Genehmigungsverfahren wie geplant verlaufen, könnte ein Baubeginn frühestens im Jahr 2028 erfolgen.