20. März 2026, Lindau – Im Staatswald bei Lindau fand am vergangenen Samstag eine besondere Pflanzaktion statt: Rund 120 Eltern und Kinder des Waldkindergartens Lindau trafen sich mit Revierleiter Moritz Janzen von den Bayerischen Staatsforsten, um gemeinsam 250 junge Tannen zu pflanzen.
Zu Beginn sorgt der Förster für einen Lacher. Janzen demonstriert augenzwinkernd, wie man einen Baum nicht setzt – nämlich mit den Ästen voran in die Erde. Die Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren durchschauen den Scherz sofort, während die Eltern kurz irritiert sind. Anschließend zeigt der Förster, wie die kleinen Tannen richtig eingepflanzt werden, damit sie optimal anwachsen können.
Hintergrund der Aktion: Nach über 25 Jahren musste der Waldkindergarten seine bisherige Fläche verlassen. „Zum Glück konnten wir unseren Bauwagen weiter nutzen und ganz in der Nähe einen neuen Platz finden“, berichtet Kindergartenleiterin Eva-Maria Löhr. „Der alte Standort war allerdings stark beansprucht. Deshalb hatte unser Förster die schöne Idee, ihn gemeinsam mit den Kindern und Eltern wieder zu bepflanzen.“
Für die Kinder gab es dabei viel zu entdecken. Im Boden wimmelten Regenwürmer, die eine wichtige Rolle für die Bodengesundheit spielen. Die kleinen Tannen verströmten einen frischen Duft, und viele Kinder staunten, dass die Setzlinge bereits drei Jahre alt sind. Natürlich wurde auch aufgeklärt, dass die Wurzeln beim Pflanzen nach unten gehören.
Mit sichtbarer Begeisterung machten sich alle ans Werk. Nach kurzer Zeit waren sämtliche 250 Bäumchen gesetzt. Damit jedes Kind seinen Baum wiederfindet, bastelten die Familien individuell beschriftete Holzanhänger, die sie an den Setzlingen befestigten.
Zum Abschluss gab es Suppe vom Lagerfeuer sowie Kaffee und Kuchen. Alle Beteiligten waren sich einig: Die Pflanzaktion war ein voller Erfolg und ein schönes gemeinschaftliches Erlebnis im Staatswald.
Fleißig werden die jungen Bäume gepflanzt. (Foto: Moritz Janzen, BaySF)