29. Juni 2026, Forstbetrieb München – Der Forstbetrieb München warnt eindringlich vor der aktuell hohen Waldbrandgefahr in den Wäldern rund um die Landeshauptstadt. Gleich drei Brände innerhalb von nur zwei Tagen haben zuletzt die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei beschäftigt und zeigen die angespannte Situation in den Wäldern der Region.

 

Zu den Einsätzen gehörte unter anderem ein Waldbrand bei Unterhaching am 23. Juni 2026. Ein weiteres Feuer entstand durch ein illegales Sonnwendfeuer im Perlacher Forst, das sogar die asphaltierte Oberbiberger Straße beschädigte und eine erhebliche Gefahr für die umliegenden Waldflächen darstellte. Darüber hinaus wurde die Feuerwehr zu einem Grillfeuer alarmiert. In allen Fällen waren Feuerwehr und Polizei im Einsatz.

Die aktuellen Vorfälle sind Teil einer besorgniserregenden Entwicklung. Bereits in den vergangenen Wochen kam es in den Wäldern in und um München wiederholt zu Bränden.

„Bereits vor ein paar Wochen hatten wir einen rund 15.000 m² großen Waldbrand in unserem Forstrevier Gauting – solche Vorfälle häufen sich derzeit und bereiten uns Sorge“, erklärt Forstbetriebsleiter Emil Hudler. „Gerade jetzt, bei trockener Witterung, reicht oft schon eine kleine Unachtsamkeit aus, um einen Brand auszulösen. Umso wichtiger ist es, dass sich alle Waldbesucher verantwortungsvoll verhalten.“

Der Forstbetrieb München appelliert daher an alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher, besonders achtsam zu sein. Rauchen sowie jegliche Art von offenem Feuer sind im Wald verboten und stellen angesichts der aktuellen Trockenheit ein erhebliches Risiko für Mensch, Natur und Infrastruktur dar.

Auch das Abstellen von Fahrzeugen auf trockenem Gras kann gefährliche Folgen haben. „Fahrzeuge sollten nicht auf Bereichen mit trockenem Gras abgestellt werden, weil vor allem neue Fahrzeuge an der Auspuffanlage sehr heiß werden. Das kann zu einem Flächenbrand führen“, erläutert Christian Albrecht, Feuerkommandant der Feuerwehr Unterhaching.

 

Revierförster Korbinian Staufer weist zudem auf die aktuellen Herausforderungen hin: „Unser Waldumbau hin zu mehr Mischwald hilft langfristig dabei, die Waldbrandgefahr etwas zu dämpfen. Aber aktuell ist die Lage wegen der Hitze und Trockenheit äußerst angespannt – deshalb ist jetzt von allen besonders umsichtiges Verhalten im Wald gefragt.“

Neben vorbeugendem Verhalten ist auch eine schnelle Reaktion im Ernstfall entscheidend. Wer Rauchentwicklung oder Feuer im Wald bemerkt, sollte unverzüglich die Feuerwehr über die Notrufnummer 112 verständigen.

Der Forstbetrieb München bedankt sich bei allen Besucherinnen und Besuchern für ihre Unterstützung beim Schutz der Wälder in und um München. Gemeinsam kann dazu beigetragen werden, Waldbrände zu verhindern und die wertvollen Waldflächen langfristig zu erhalten.

Feuerwehr Waldbrand

Die Feuerwehr Unterhaching im Einsatz bei insgesamt drei Waldbränden in zwei Tagen. Bild: Feuerwehr Unterhaching.